Eingebettet im Herzen des Aravis-Gebirges, blickt das Tal von Manigod auf eine reiche Geschichte zurück, die eng mit den Bergen, der Landwirtschaft und den savoyischen Traditionen verbunden ist.
Über die Jahrhunderte haben seine Bewohner eine authentische Region geschaffen, in der das Natur- und Kulturerbe eine zentrale Rolle spielt.

Ein Bergdorf im Herzen der Aravis-Berge
Die ersten Spuren des Namens Manigod finden sich bereits im Mittelalter. Maningot, einst in den Wäldern oder auf den Almen gelegen (je nach burgundischer (manning-gald) oder keltischer (manning-aulp) Etymologie), wurde Anfang des 11. Jahrhunderts zum Lehen der Herren von Chevron de Vilette, einer mächtigen und frommen Familie aus der Tarentaise. Laut den ältesten bekannten Aufzeichnungen lebten 1567 1600 Menschen in der Kapelle von Maningot. Jahrhundertelang bewirtschafteten die Einwohner hauptsächlich die Almwirtschaft, Viehzucht und Käseherstellung. Diese Weidewirtschaft prägte die für das Tal charakteristischen Wiesen, Almen und offenen Landschaften. Die Almhütten, traditionellen Getreidespeicher, Brotbacköfen und zahlreichen Weiler zeugen ebenfalls von der Lebensweise in den Bergen, die Manigod über die Jahrhunderte geformt hat.
Der heilige Franz von Sales und Manigod
Der Besuch des heiligen Franz von Sales in Manigod im Jahr 1607 hat die Geschichte des Ortes nachhaltig geprägt. Zahlreiche Orte in der Stadt zeugen noch heute von seiner Anwesenheit, insbesondere die Quelle von Montpellaz, der Croix-Fry-Pass und der Saint-Francis-Sattel im Tal. Auch die Gegend um den Gipfel der Aiguille trägt noch immer seine Spuren.
Ein bemerkenswertes religiöses Erbe
Die Geschichte Manigods ist zudem von einer starken religiösen Tradition geprägt. Die Kirche Saint-Peter, erbaut im 17. Jahrhundert und im 19. Jahrhundert erweitert, ist heute eines der wichtigsten Wahrzeichen der Region. Sie wird von mehreren Kapellen ergänzt, die über die Weiler der Stadt verstreut sind und die traditionelle Lebensweise in den Bergen widerspiegeln.
Besucher können dieses Erbe auf der Kapellenroute und bei den vom Fremdenverkehrsamt Manigod angebotenen Führungen entdecken.
Ein Stein, in den der heilige Franz von Sales während seines Hirtenbesuchs im Jahr 1607 ein Kreuz eingravierte, gab dem Col de la Croix Fry (crux ferit) seinen Namen. Der Quelle von Montpellaz werden seit jeher wundersame Kräfte zugeschrieben, seitdem sich der heilige Bischof dort erfrischte.
Besucher können dieses Erbe auf der Kapellenroute und bei den vom Fremdenverkehrsamt Manigod angebotenen Führungen entdecken.
Ein Stein, in den der heilige Franz von Sales während seines Hirtenbesuchs im Jahr 1607 ein Kreuz eingravierte, gab dem Col de la Croix Fry (crux ferit) seinen Namen. Der Quelle von Montpellaz werden seit jeher wundersame Kräfte zugeschrieben, seitdem sich der heilige Bischof dort erfrischte.
Manigod und der Widerstand
Während des Zweiten Weltkriegs spielte das Tal von Manigod eine bedeutende Rolle im Widerstand von Haute-Savoie. Ab 1943 organisierten sich in der Region mehrere Gruppen von Widerstandskämpfern und Arbeitsverweigerern. Die Lager von Manigod schlossen sich später der Maquis von Glières an, einer Hochburg des französischen Widerstands.
Eine bewahrte Identität
Das Leben drehte sich um die Weiler, die Almen und die Viehzucht – Aktivitäten, die die Landschaften, die wir noch heute bewundern, nachhaltig geprägt haben. Auch heute noch bewahrt Manigod sein Erbe durch seine Traditionen, Architektur, Almen, Gastronomie und das lokale Fachwissen.
Zu den charakteristischen Traditionen von Manigod gehört der Paret, ein kleiner Holzschlitten, typisch für die Region Savoyen. Seine Tradition wird noch heute mit der Manigoder Paret-Meisterschaft gefeiert. Die Gemeinde, lokale Vereine und Einwohner setzen sich gemeinsam dafür ein, dieses kulturelle, historische und natürliche Erbe zu bewahren und an zukünftige Generationen weiterzugeben.
Zu den charakteristischen Traditionen von Manigod gehört der Paret, ein kleiner Holzschlitten, typisch für die Region Savoyen. Seine Tradition wird noch heute mit der Manigoder Paret-Meisterschaft gefeiert. Die Gemeinde, lokale Vereine und Einwohner setzen sich gemeinsam dafür ein, dieses kulturelle, historische und natürliche Erbe zu bewahren und an zukünftige Generationen weiterzugeben.
