Manigods Geschichte
Eingebettet im Herzen des Aravis-Gebirges, blickt das Tal von Manigod auf eine reiche Geschichte zurück, die eng mit den Bergen, der Landwirtschaft und den savoyischen Traditionen verbunden ist.
Ein Bergdorf im Herzen der Aravis-Berge
Der heilige Franz von Sales und Manigod
Ein bemerkenswertes religiöses Erbe
Besucher können dieses Erbe auf der Kapellenroute und bei den vom Fremdenverkehrsamt Manigod angebotenen Führungen entdecken.
Ein Stein, in den der heilige Franz von Sales während seines Hirtenbesuchs im Jahr 1607 ein Kreuz eingravierte, gab dem Col de la Croix Fry (crux ferit) seinen Namen. Der Quelle von Montpellaz werden seit jeher wundersame Kräfte zugeschrieben, seitdem sich der heilige Bischof dort erfrischte.
Manigod und der Widerstand
Eine bewahrte Identität
Zu den charakteristischen Traditionen von Manigod gehört der Paret, ein kleiner Holzschlitten, typisch für die Region Savoyen. Seine Tradition wird noch heute mit der Manigoder Paret-Meisterschaft gefeiert. Die Gemeinde, lokale Vereine und Einwohner setzen sich gemeinsam dafür ein, dieses kulturelle, historische und natürliche Erbe zu bewahren und an zukünftige Generationen weiterzugeben.
Mehrere Ereignisse prägten die Geschichte von Manigod und trugen zur Entwicklung des heutigen Dorfes bei.
Einige Daten:
1631Pestepidemie: Fast ein Viertel der Bevölkerung starb.
1687
Wiederaufbau der Kirche im Barockstil.
1766
Erlangung der Gemeindefreiheit durch den Kauf von Feudalabgaben.
1860
Angliederung Savoyens an Frankreich.
1886–1888
Erweiterung der Kirche Saint-Pierre.
9. März 1943
Gründung des Widerstandskomitees von Manigod. P. Bozon-Laydier wurde dessen Anführer.
Landwirtschaft:
Sie war ein wesentlicher Wirtschaftszweig und sicherte bis Mitte des 19. Jahrhunderts den Lebensunterhalt der wachsenden Bevölkerung. Die Landflucht führte trotz der Entwicklung der Holzwirtschaft (1881 gab es sieben Sägewerke) in der Region „Nants“ (ein keltisches Wort für Gebirgsbäche) zu einem Bevölkerungsrückgang.Die Landwirtschaft blieb jedoch wichtig, und Manigod war 1979 Gastgeber des ersten Schafmarktes des Kantons. Auch heute noch spielt die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle im lokalen Leben. Almen und Bauernhöfe tragen zur Herstellung von Reblochon fermier bei, einem kulinarischen Aushängeschild des Aravis-Gebirges und einer Fertigkeit, die seit Generationen weitergegeben wird.
Verbesserte Straßenanbindung
Die Straße über den Col de la Croix Fry wurde Anfang der 1950er-Jahre für Autos befahrbar.
1969: Das Skigebiet Croix Fry erlebte einen Aufschwung, gefolgt 1971 vom Skigebiet Merdassier.
Im Januar 1979 feierten die französischen Bobmeisterschaften einen Triumph. Die 3500 Meter lange Bahn startete in Plan Bois an der Route de l'Envers. Im Februar folgte der Grand Prix der Parets (kleine, traditionelle Schlitten) an den kalten, steilen Hängen von Plan des Berthats.
Seit 1993 belebt die „Manigod Paret Championship“ diese beliebte Sportart wieder.
Zwischen religiösem Erbe, landwirtschaftlichen Traditionen, der Erinnerung an den Widerstand und dem Wissen um die Bergwelt prägt die Geschichte von Manigod bis heute die Identität des Tals und seiner Bewohner.
„Weitere Erkundungen“
- Kapellenweg
- Kirche Saint-Pierre und ihre Orgel
- Quelle Saint-François de Sales
- Geführte Kulturerbe-Touren
- Manigod Valley Living Mountain Association

